Die Jury 2014

Die Jury des landesweiten Kunstpreis für Menschen mit Behinderungen

Der Einsendeschluss ist vorbei. Über 400 Fotos wurden eingereicht. „Wir haben dieses Jahr doppelt so viele bekommen, wie in der vergangenen Ausschreibung 2012/2013. Die Spannbreite reicht dabei von Werken mit Ölfarben, über Fotografien bis hin zu verschiedenen Skulpturen“, erzählt der Böblinger Künstler und Organisator Alfredo Pucci. „Was in diesem Jahr besonders ins Auge sticht, ist die Farbigkeit der Einsendungen und der emotionale Umgang mit Farbe“, ergänzt Mitorganisatorin Gabriele Branz vom kulturnetzwerk blaues haus. Doch zu viel wollen wir im Vorfeld nicht verraten, denn jetzt kommt zunächst einmal unsere hochkarätige Jury zum Zuge.
Namhafte Jurymitglieder aus Kunst, Politik und Gesellschaft freuen sich auf die Sichtung der Werke.

Dürfen wir kurz vorstellen?

volker lehnertProfessor Volker Lehnert ist Prorektor und Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Der 58jährige sitzt schon zum zweiten Mal in der Jury des landesweiten Kunstpreises. Auch in diesem Jahr hat er sich „wegen der guten Erfahrungen beim letzten Mal“ gleich bereit erklärt, die Einsendungen zu begutachten. Seine Hoffnung ist außerdem „dass es durch Projekte wie diese gelingt, die künstlerische Arbeit von Behinderten angemessen zu würdigen und zu fördern.“

 

 

 

 

 

C.Steimel

Corinna Steimel ist seit Oktober 2013 Leiterin der Städtischen Galerie Böblingen und zur Zeit schwer beschäftigt mit ihrer ersten Ausstellung. Trotzdem nimmt die 36jährige Bruchsalerin sich Zeit für die Jurysitzung: „Ich bin total gespannt auf die Vielfältigkeit der eingereichten Arbeiten und die kreativen Ideen, die dahinter stecken. Auch freue ich mich darauf, mit einem so gut ausgewählten Team zusammen eine künstlerische Wahl treffen zu dürfen. „Kunst als Brücke“ trägt das verbindende Element im Namen und es ist auch einer meiner Leitsätze, die Kunst näher an die Menschen heranzutragen.“

 

Robert Krülle, Kreiszeitung (mit neuer Brille)

Der 37jährige Kulturredakteur der Kreiszeitung Böblinger Bote, Robert Krülle hat den Kunstpreis von Anfang an mit Interesse verfolgt. „Als mich Gabriele Jakl vom blauen haus fragte, ob ich bei der Jury dabei sein wolle, war das für mich eine Selbstverständlichkeit. Ein bisschen Bammel habe ich vor der hohen Anzahl an Werken. Aber ich gehe davon aus, dass wir das gemeinsam hinbekommen und gute Entscheidungen treffen werden.“

 

 

 

 

 

© Daniela Wolf IMG_9765Für Anne-Sofie Ruckhaberle, sind besonders „neue und ungewöhnliche Herangehensweisen an die Präsentation und Vermittlung von Kunst eine spannende Abwechslung zu den oft stereotypen Abläufen im klassischen zeitgenössischen Kunstbetrieb.“ Die 35jährige ist Leiterin des Kunstbüros der Kunststiftung Baden-Württemberg und freut sich „auf die große Vielfalt der eingereichten Arbeiten und darauf, vor welche Herausforderungen die Kunstwerke meine Betrachtungsgewohnheiten stellen werden!“

 

TarekDer Sindelfinger Fotokünstler und Fotograf Tarek Musleh ist aktiv in der Sindelfinger Kulturszene, u.a. als technischer Leiter der Galerie der Stadt Sindelfingen. „Die Juryteilnahme bedeutet für mich Arbeiten anderer Künstler, unabhängig von der Konstitution, Konfession, und der Herkunft zu Bewerten.“  Denn er ist der Meinung, dass jeder Künstler wissen will, wie die Kunst bei den Rezipienten ankommt. „Von Kunst sollte man nichts erwarten, man muss sich ihr öffnen und sich wünschen, dass der Betrachtungswinkel und die Emotionalität des Künstlers sich dem Betrachter offenbart. Die Technik, Konzept und die Erfahrung sind zweitrangig. Ist die emotionale Barriere gebrochen gibt es für Gefühle keine Grenzen mehr.“

 

SchwederGern zeichnet Gerhard Schweder, Mitglied im Arbeitskreis „Kunst“ in Gäufelden, mit Tusche und Feder Bilder in Schwarz, Weiß und Grautönen. Der 1933 geborene freischaffende Künstler lebt heute in Öschelbronn in einem Häuschen mit einem Garten voller Formgehölze. Doch sein ehemaliger Lebensmittelpunkt – Afrika – ist ihm noch immer ein wichtiges Thema. Dort verbrachte der studierte Pädagoge einige Lebensjahre

 

 

Petra Clauss (ohne Foto) sitzt als Vertreterin des im Sozialministerium und damit der Schirmherrin Katrin Altpeter in der Jury. Als Leiterin des Referats Menschen mit Behinderungen freut sie sich auf „eine spannende und interessante Jurysitzung“.

Seien Sie auch weiterhin gespannt. Wir halten Sie auf dem Laufendem.